Die meisten Menschen kennen nur das normale Haushuhn und wissen überhaupt nicht um die enorme Vielfalt der Hühnerrassen. Diese unterscheiden sich selbstverständlich nicht nur optisch, sondern ebenfalls durch ihren Verwendungszweck. So eignen sich einige Arten besonders gut als Legehennen, während andere Hühnerrassen für die Produktion fleischiger Hähnchen prädestiniert sind. Es gibt aber noch weitaus mehr Hühnerrassen, die hier für eine enorme Vielfalt sorgen. Insbesondere Hobby-Züchter und Menschen, die Hühner als Haustiere halten, tragen zur Artenvielfalt bei, denn anders als gewerbliche Betriebe setzen sie nicht ausschließlich auf Hybriden.
Zu den bekanntesten und populärsten Rassehühnern zählt beispielsweise das Deutsche Lachshuhn. Heute steht diese Rasse auf der roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Als Zweinutzungsrasse eignet sich das Deutsche Lachshuhn zwar für den Mastbetrieb und zeichnet sich außerdem durch eine gute Legeleistung aus. Nichtsdestotrotz kann diese Hühnerrasse mit den auf den jeweiligen Verwendungszweck optimierten Hybriden nicht mithalten und wird daher kaum noch gewerblich eingesetzt. Aufgrund ihres zutraulichen Wesens und der ausgesprochenen Standorttreue erfreuen sich die Deutschen Lachshühner nun eher als Haustiere großer Beliebtheit.
Auch das Seidenhuhn hat in vielen Privat-Gärten Einzug gehalten und stellt mit einer Legeleistung von 80 Eiern pro Jahr die Eierversorgung der Besitzer sicher. Diese Hühnerrasse verdankt ihren Namen dem besonderen Federkleid, das seidig ist und oft fellartig wirkt. Durch die eigentümliche Beschaffenheit der Federn sind Seidenhühner flugunfähig, sodass ein niedriger Zaun für das Gehege absolut ausreichend ist.
Darüber hinaus gibt es weltweit noch zahllose andere Hühnerrassen, allein im mitteleuropäischen Raum sind mehr als 180 Rassen offiziell anerkannt.