Der Begriff Broiler ist insbesondere in den neuen Bundesländern noch heute weit verbreitet und wird hier als Synonym für das Brathähnchen oder Brathuhn verwendet. Die regionale recht eingeschränkte Verwendung dieses Ausdrucks liegt in der Tatsache begründet, dass Ost- und Westdeutschland lange Jahre durch die Mauer getrennt wurden und der unterschiedliche Sprachgebrauch schließlich dafür gesorgt hat, dass Brathähnchen in der DDR als Broiler bezeichnet wurden. Der Ausdruck Broiler stammt jedoch nicht aus der deutschen Sprache, sondern ist angloamerikanischen Ursprungs und wurde von dem englischen Verb „to broil“ abgeleitet. Dies lässt sich mit grillen oder braten übersetzen, sodass das Wort Broiler für ein Brathähnchen durchaus treffend ist.
Wie der Begriff Broiler aber im Einzelnen entstanden ist, konnte bis heute noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Neuesten Sprachforschungen zufolge soll der Ausdruck Broiler von einem aus Bremen stammendes Unternehmen geprägt worden sein. Die betreffende Firma soll in den 50er-Jahren besonders fleischreiche Hähnchen gezüchtet und anschließend in die USA verkauft haben, wo diese reißenden Absatz fanden. Eine amerikanische Firma brachte den Begriff Broiler dann schließlich in die DDR. Dies ist zwar nicht die einzige Theorie zur Sprachentstehung des Begriffs Broiler, aber eine der neuesten, die mittlerweile von immer mehr Sprachforschern angenommen wird.
Als Bezeichnung von Brathähnchen ist der Ausdruck Broiler auch über die Grenzen der neuen Bundesländer hinaus bekannt, doch nur die wenigsten Menschen wissen, dass sich hierunter auch eine spezielle Hühnerrasse verbirgt. Diese zeichnet sich durch besonders viel Fleisch aus und ergibt daher das perfekte Hähnchen. So werden demnach sowohl das Huhn als Lebensmittel, als auch ein besonderes Masthuhn als Broiler bezeichnet.