Das Grillhähnchen

Das Grillhähnchen gehört hierzulande, ebenso wie andernorts, zu den beliebtesten Hähnchengerichten überhaupt. Hierbei handelt es sich um ein Huhn, das gebraten wird und auf diese Art und Weise seine knusprig, leckere Haut erhält. Obwohl der Name nahe legt, dass ein männliches Tier die Basis für ein Grill- oder Brathähnchen bildet, ist dies keineswegs der Fall. So können auch weibliche Hühner durchaus zu diesen schmackhaften Hähnchen weiterverarbeitet werden. Die Tiere werden in entsprechenden Betrieben gemästet, bis sie ein Gewicht zwischen 700 und 1.200 Gramm erreicht haben und anschließend geschlachtet werden. Dies geschieht stets vor Eintritt der Geschlechtsreife, schließlich ist das Fleisch solch junger Hähnchen besonders zart.

Das gebratene oder gegrillte Hähnchen hat in der deutschen Küche eine lange Tradition und etablierte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts endgültig als eines der populärsten Geflügelgerichte. Dies ist bis heute auch so geblieben, obwohl sich die Esskultur deutlich verändert hat. So hat sich das Grillhähnchen von einer beliebten Delikatesse zu einem Gericht entwickelt, das heutzutage vornehmlich in Imbissen und Schnellrestaurants zu finden ist.

Auch in der österreichischen Küche hat sich das Brathähnchen, das dort eher als Backhendl bekannt ist, bereits vor langer Zeit etabliert. Selbst in den USA und vielen anderen Ländern ist das Grill- oder Brathähnchen nicht mehr wegzudenken und somit eines der beliebtesten Geflügelgerichte weltweit.

Es ist daher keineswegs verwunderlich, dass ein Großteil aller in Mastbetrieben gezüchteten Hühner später als Grillhähnchen auf dem Teller landet. Obwohl die Zubereitung hierbei stets nach den gleichen Grundsätzen erfolgt, schließlich wird das Hähnchen gegrillt oder gebraten, existieren mitunter große, geschmackliche Unterschiede. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass jede Nation ihre eigenen Vorlieben hat und sich dies insbesondere in der Würzung zeigt.